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                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Altersrenten sichern&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Leserbrief von Hans-Peter Ruesch, PK Assets AG in Wilen-Wollerau &#x2013; Erschienen am 3. M&#xE4;rz 2010 in &lt;a target="_blank" href="http://www.fuw.ch"&gt;Finanz und Wirtschaft&lt;/a&gt;, Seite 36, auf den gleichnamigen Artikel vom 6. Februar 2010.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Das Erzielen einer gen&#xFC;gend hohen langfristigen Rendite (netto 4%) zur Beibehaltung eines Umwandlungssatzes von 6,8% und h&#xF6;her ist bei einer gesund strukturierten Pensionskasse auch heute noch unver&#xE4;ndert m&#xF6;glich.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;
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&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Statt Umwandlungssatz senken, Rendite erh&#xF6;hen!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ereignisse der Finanzkrise der letzen 2 Jahre d&#xFC;rfen dabei den Planungshorizont nicht zu stark pr&#xE4;gen. Vorsorgegelder haben einen sehr langen Anlagehorizont, so wird in der Regel 40 Jahre angespart und 25 Jahre entspart. Um die erw&#xE4;hnte Rendite erzielen zu k&#xF6;nnen, braucht es eine Anlagestrategie mit einem relativ hohen Aktienanteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Langlebigkeitsrisiko spielt dabei lediglich eine untergeordnete Rolle. Dieses kann mittels Anlagen in den Sektoren, die von Langlebigkeit profitieren, entsprechend aufgefangen werden (z.B. Medtech, Pharma, altersgerechte Immobilien). Die daraus resultierende h&#xF6;here Rendite kann zur Verst&#xE4;rkung der R&#xFC;ckstellung f&#xFC;r das Langlebigkeitsrisiko verwendet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was spricht f&#xFC;r einen hohen Aktienanteil?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausgangslage f&#xFC;r den Aktieninvestor war schon lange nicht mehr so gut, hat sich doch der Total Shareholderreturn wesentlich ver&#xE4;ndert; dem Aktion&#xE4;r fliessen in Form von h&#xF6;heren Dividenden betr&#xE4;chtliche Mittel zu, gleichzeitig verst&#xE4;rkt das Management bei vielen Unternehmen die Eigenkapitalbasis. Mitunter werden Risiken abgebaut, was zu einer h&#xF6;heren Berechenbarkeit der k&#xFC;nftigen Cashflows f&#xFC;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb muss sich der Investor vor allem f&#xFC;r Aktien mit hohen Cashflows und den entsprechenden Dividenden interessieren. Gleichzeitig erwirbt er sich durch die Sachwerte einen Schutz gegen k&#xFC;nftige Inflation. Weil die Zinsen bei Obligationenanlagen zurzeit sehr tief sind, steigt die Attraktivit&#xE4;t der mit einer hohen und stabilen Aussch&#xFC;ttung versehenen Aktienanlagen umso mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie geht man mit der hohen Volatilit&#xE4;t um?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die h&#xF6;here Volatilit&#xE4;t der Aktienanlage reduziert sich bei der Ausdehnung des Betrachtungszeitraumes wesentlich. Ein f&#xE4;higer Verm&#xF6;gensverwalter rekalibriert seine Verm&#xF6;gensallokation in systematischer Weise: Bei steigenden M&#xE4;rkten reduziert er laufend das Engagement in Aktien auf den Normalwert, w&#xE4;hrend er bei fallenden M&#xE4;rkten laufend Aktien nachkauft; beides ist f&#xFC;r den Verwalter fordernd, da er jeweils antizyklisch gegen die Euphorie und die Angst gegen(de-)investieren muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie in der j&#xFC;ngsten Finanzkrise geschehen werden in der letzten Phase des Ausverkaufs genau die Titel aus den Portefeuilles gesp&#xFC;lt, die bisher zu recht noch eine relativ bessere Performance ausgewiesen hatten &#x2013; eine veritable systematische Antiselektion, die unglaubliche Chancen er&#xF6;ffnet f&#xFC;r denjenigen, der auf dem Abw&#xE4;rtsgang zukaufen kann, weil er oben verkauft hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Welchen Einfluss hat die Deckungsgradproblematik?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassen haben mehr Freiraum in der Wahl der Instrumente und der Strategie, da hier eine vor&#xFC;bergehende Unterdeckung m&#xF6;glich ist. Voraussetzung ist allerdings eine gesunde Altersstruktur, d.h. Verh&#xE4;ltnis zwischen Aktiven und Rentnern sollte ausgewogen sein. Bei einer gesunden Kasse sind die g&#xE4;ngigen Risikokonzepte somit nur bedingt anwendbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die den Stiftungsr&#xE4;ten durch Aufsichtsbeh&#xF6;rden vermittelte Denkweise der Deckungsgradoptimierung (Risikominimierung) statt Renditeoptimierung (Risikooptimierung) f&#xFC;hrt zu kurzfristigen Verhaltensweisen, die mit Volatilit&#xE4;t nur schwer umgehen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Kasse, welche die Altersguthaben durchschnittlich h&#xF6;her verzinst als nur zum BVG Minimum, gibt einem Versicherten, der die Pensionskasse bei Unterdeckung verl&#xE4;sst, trotzdem mehr Altersguthaben mit, als er bei Minimalverzinsung und Volldeckung erhalten w&#xFC;rde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gilt auch f&#xFC;r die Zukunft, was in der Vergangenheit bereits der Fall war: Aktienanlagen rentieren wesentlich besser als Obligationenanlagen, und diese wiederum h&#xF6;her als Geldmarktanlagen.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Ruesch Hans-Peter</dc:creator><dc:date>2010-03-11T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Jetzt braucht es st&#xE4;rkere Pensionskassen</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/jetzt-braucht-es-staerkere-pensionskassen_11838.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Jetzt braucht es st&#xE4;rkere Pensionskassen&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Herbert Br&#xE4;ndli (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; &lt;a href="http://www.finews.ch/news/versicherungen/2884-ljetzt-braucht-es-staerkere-pensionskassenr" target="_blank"&gt;Statement in finews.ch&lt;/a&gt;, 8. M&#xE4;rz 2010.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Die hintersten und letzten Gemeinden haben den Pensionskassen die rote Karte gezeigt, kommentiert Vorsorgeexperte Herbert Br&#xE4;ndli. Doch was nun?&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Gefordert wird nichts anderes als eine Verbesserung der Performance durch Kostensenkung und Ertragserh&#xF6;hungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Umso mehr erstaunt, dass die Verlierer immer noch von Beitragserh&#xF6;hungen, Renten- und Laufzeitk&#xFC;rzungen fabulieren und nicht einsehen wollen, dass der rechtliche Rahmen f&#xFC;r Pensionskassen dringend wieder zurecht ger&#xFC;ckt werden muss, damit sie die erwarteten Leistungen erbringen k&#xF6;nnen. F&#xFC;r eine nachhaltige St&#xE4;rkung m&#xFC;ssen Pensionskassen ihre Kosten senken und die Ertr&#xE4;ge erh&#xF6;hen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu bedarf es eines R&#xFC;ckbaus der Regulierung und die M&#xF6;glichkeit einer zeit- und zielgerechten Anlage der Vorsorgeverm&#xF6;gen. Die aktuelle &#xDC;berregulierung verursacht immense Kosten, indem den Pensionskassen immer mehr unsinnige Aufgaben aufgezwungen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der anderen Seite lassen hemmende Anlagevorschriften, beruhend auf einem falschen Risikoverst&#xE4;ndnis, die Ertr&#xE4;ge schwinden. Altersvorsorge ist definitiv kein Versicherungsfall. Die Laufzeit der Renten ist lange voraus abseh- und planbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit risikolosen Anlagen wie Obligationen und Versicherungen k&#xF6;nnen sie nicht abgesichert werden, das m&#xFC;sste auch die tonangebende Versicherungslobby in Bern endlich einsehen.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Er ist Gr&#xFC;nder und Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer der B+B Vorsorge AG und schreibt regelm&#xE4;ssig f&#xFC;r finews.ch. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-03-08T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Aktien sind k&#xFC;nftig der bessere Rendite-Bringer</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/aktien-sind-kuenftig-der-bessere-rendite-bringer_11775.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Aktien sind k&#xFC;nftig der bessere Rendite-Bringer&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Autor&lt;/strong&gt;: Fritz Pfiffner &#x2013; Artikel in &lt;a target="_blank" href="http://www.nzz.ch/sonntag"&gt;NZZ am Sonntag&lt;/a&gt;, Seite 40, 21. Februar 2010.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Das schleckt keine Geiss weg: F&#xFC;r Schweizer Anleger brachten in einem gemischten Portfolio zwischen 1999 und 2009 Obligationen Schweiz eine satte Gesamtrendite von 47,1%. Aktien Schweiz aber nur 15,8%, w&#xE4;hrend Aktien global gar ein Minus von 8,1% lieferten.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wenig zu holen war auch am Geldmarkt Schweiz mit einem Gesamtertrag von 18,9%. Renner waren indes Rohstoffe mit einer Performance von 73,8%. Allerdings waren Commodities laut Hinder Asset Management in Z&#xFC;rich &#xAB;die volatilste Anlageklasse&#xBB; in dieser Periode, 5-mal im ersten und 3-mal im letzten Rang &#x2013; also entweder Top oder Flop.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin brachte in diesem aussergew&#xF6;hnlichen Anlage-Jahrzehnt mit zwei B&#xF6;rsen-Crashes und einem noch nie gesehenen Zinsr&#xFC;ckgang das hypothetische Portfolio mit der Mischung aus Aktien Schweiz 20%, Aktien global 20%, Obligationen Schweiz 20%, Obligationen global 20%, Geldmarkt Schweiz 20% und Rohstoffe 10% insgesamt noch einen Gesamtertrag von 34,2% oder 2,7% per annum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was zeigt das? Eigentlich nur den Wert einer Diversifikation, aber nicht etwa, dass man k&#xFC;nftig vorwiegend auf Rohstoffe und Obligationen Schweiz setzen soll. Denn der Abw&#xE4;rtstrend bei den Zinsen hat die Talsohle erreicht. Kommt hinzu, dass ein Jahrzehnt ein willk&#xFC;rlich gew&#xE4;hlter Anlagehorizont ist, einer, der f&#xFC;r Aktien zu kurz und gerade f&#xFC;r Pensionskassen irrelevant ist, werden doch die Gelder der Versicherten im Schnitt viel l&#xE4;nger angelegt. Nimmt man beispielsweise 1985 (BVG-Gesetz) als Ausgangspunkt, so ist, wie die Grafik sch&#xF6;n zeigt, in der Schweiz ein &#xAB;Vorsorgekuchen&#xBB; mit 50% Aktien und 50% Obligationen doppelt so stark gewachsen wie einer, der nur mit Obligationen gebacken wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="448" height="520" src="http://www.bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100221-nzzas_uws_aktien-renditebringer.gif" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vergangene Renditen sind kein Massstab f&#xFC;r die Zukunft. Wichtig w&#xE4;re, zu wissen, wie die k&#xFC;nftig erwarteten Ertr&#xE4;ge ausfallen. Eine neue Studie der London Business School kommt zum Schluss, dass die Pr&#xE4;mie, die man f&#xFC;r Aktien gegen&#xFC;ber Staatsanleihen erh&#xE4;lt, zwar deutlich sinken, aber immer noch 3,25% betragen wird. Hingegen d&#xFC;rften in der n&#xE4;chsten Dekade die nominellen Renditen von Staatsanleihen kr&#xE4;ftig steigen, aber real (inflationsbereinigt) negative Renditen liefern. Pensionskassen sind gut beraten, auf mehr statt weniger Aktien zu setzen.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Pfiffner Fritz</dc:creator><dc:date>2010-03-05T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Nur mit Obligationen lassen sich keine Renten sichern</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/nur-mit-obligationen-lassen-sich-keine-renten-sichern_11751.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Nur mit Obligationen lassen sich keine Renten sichern&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Autoren&lt;/strong&gt;: Charlotte Jacquemart und Fritz Pfiffner &#x2013; Artikel in &lt;a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/nur_mit_obligationen_lassen_sich_keine_renten_sichern_1.5040186.html" target="_blank"&gt;NZZ am Sonntag&lt;/a&gt;, Seite 40, 21. Februar 2010. Mit vorhandener Genehmigung.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Aktien haben in den letzten zehn Jahren kaum Ertrag gebracht. Trotzdem sind sie die einzige Hoffnung f&#xFC;r unsere Renten.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Sinkt der sogenannte Umwandlungssatz, der die H&#xF6;he der Pensionskassenrente bestimmt, nach der Abstimmung vom 7. M&#xE4;rz auf 6,4%, erhalten Arbeitnehmer im Schnitt nur noch 32% des letzten Lohnes als Rente ausbezahlt (siehe Tabelle). Das Verh&#xE4;ltnis zum letzten Lohn ist ein wichtiger Aspekt, da es darum geht, die Kaufkraft nach der Pensionierung zu erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer das Loch ausgleichen m&#xF6;chte, hat vier M&#xF6;glichkeiten: Er kann monatlich mehr ansparen, l&#xE4;nger arbeiten, fr&#xFC;her sterben &#x2013; oder aber versuchen, auf dem angesparten Kapital j&#xE4;hrlich eine etwas h&#xF6;here Rendite zu erwirtschaften. Denn im Modell werden 2% Ertrag pro Jahr unterstellt; das ist etwa das, was Anleger mit &#xAB;risikolosen&#xBB; Bundesobligationen zum Beispiel &#xFC;ber zehn Jahre verdienen k&#xF6;nnen und was vielerorts als &#xAB;richtige&#xBB;, weil &#xAB;sichere&#xBB; Anlage f&#xFC;r das Pensionskassengeld propagiert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies &#xE4;rgert Profis, die im Pensionskassengesch&#xE4;ft t&#xE4;tig sind, masslos. &#xAB;Das Kernproblem&#xBB;, sagt Herbert Br&#xE4;ndli, Gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrer der B+B Vorsorge AG, Thalwil, &#xAB;ist die Tatsache, dass man mit immer mehr Regulierung das Ertragspotenzial geschw&#xE4;cht und die Kosten massiv erh&#xF6;ht hat.&#xBB; Roman von Ah, Partner der unabh&#xE4;ngigen Fondsgesellschaft Swiss Rock Asset Management, doppelt nach: &#xAB;Diese vermeintliche Sicherheit mit sicheren Anlagen hat einen hohen Preis. Wer zehn Jahre spart und eine j&#xE4;hrliche Inflation von 2,5% nicht durch Anlageertrag ausgleicht, dem bleiben von heute 100 noch 78 Franken.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#xFC;r die zwei Anlagespezialisten gibt es deshalb nur eine echte Alternative, um das &#xAB;Sparloch&#xBB; zu f&#xFC;llen, das sich aus sinkenden Umwandlungss&#xE4;tzen ergibt: auf Aktien setzen. Im Moment schimpfen viele Anleger auf Aktien, weil sie &#xFC;ber die letzten zehn Jahre damit keinen Gewinn erzielt haben. Das sei eine verk&#xFC;rzte Sicht, sagt von Ah: &#xAB;Je l&#xE4;nger die Halteperiode von Aktien, umso kleiner die Anzahl negativer Perioden. Klammert man den Zweiten Weltkrieg aus, gibt es keine 12-Jahres-Periode, in der man mit Aktien nicht Geld verdient hat.&#xBB; (siehe Grafik)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="448" height="564" align="left" alt="" src="/files/images/news/2010/100221-nzzas_uws-keine%20sicherung_aktien.gif" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bezieht man das Risiko, das mit Aktien einhergeht, korrekt mit ein, d&#xFC;rfen Anleger oder Pensionskassen erwarten, dass sie mit 90%iger Wahrscheinlichkeit aus 100 Fr. &#xFC;ber zehn Jahre mindestens 106 Fr. &#x2013; und h&#xF6;chstens 402 Fr. machen. Mit anderen Worten: Auf Aktien kriegt man eine Pr&#xE4;mie &#x2013; man kann sich zwar dar&#xFC;ber streiten, ob diese bei 3, 4, 5 oder 6% liegt, aber es gibt sie. &#xAB;Wer f&#xFC;r mehr als zwanzig Jahre Geld anlegt, muss dies ausnutzen&#xBB;, sagen Br&#xE4;ndli und von Ah.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Ah bem&#xE4;ngelt, dass die aktiven Arbeitnehmer, deren Geld jahrzehntelang verwaltet wird, ihre Anlagestrategie nicht wirksam genug mit ausw&#xE4;hlen k&#xF6;nnen. &#xAB;Dabei haben weder Aktive noch Rentner ein Interesse daran, dass ihre Pensionskasse nur Bundesobligationen kauft.&#xBB; Die Jungen w&#xFC;rden erst sp&#xE4;ter merken, wie mager ihre Renten einst ausfallen w&#xFC;rden. &#xAB;Nicht wegen des Umwandlungssatzes, sondern weil ihr Geld falsch angelegt ist.&#xBB; Das heutige System orientiere sich am untersten Minimum, den Bundesanleihen, so von Ah. &#xAB;Das halte ich f&#xFC;r eine Katastrophe.&#xBB; Diese Rechnung gehe sogar bei Rentnern nicht auf, die im Schnitt noch 22 Jahre leben w&#xFC;rden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Br&#xE4;ndli weiss aus eigener Erfahrung, was es heisst, schwierige B&#xF6;rsen-Phasen durchzustehen und nicht einfach panikartig im Tief Aktien zu verkaufen und erst wieder im Hoch zu kaufen. Auch bei seiner Sammelstiftung Profond, die 3 Mrd. Fr. verwaltet, war der Deckungsgrad in der Krise von 103% auf deutlich unter 90% gefallen, und nun liegt er bei 96%. Profond hat 2009 mit 50% Aktien eine Performance von 18,4% erzielt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#xFC;r Br&#xE4;ndli und von Ah sind die Ertr&#xE4;ge am Kapitalmarkt aber nur die eine Seite der Ertrags-Medaille. Die andere sind die immens gestiegenen Kosten. Br&#xE4;ndli sagt: &#xAB;Es hat heute viel zu viele Mitesser im Pensionskassengesch&#xE4;ft.&#xBB; In der Profond &#x2013; ihr geh&#xF6;ren 2000 Firmen mit 30 000 Versicherten an &#x2013; sei es gelungen, die im Vergleich schon recht tiefen Verwaltungskosten nochmals um einen Drittel zu senken. Das reiche bei weitem aus, um die h&#xF6;here Lebenserwartung zu finanzieren. Ein grosser Kostentreiber ist der h&#xE4;ufige Stellenwechsel. Br&#xE4;ndli fordert, den Versicherten die Wahl zu geben, ob sie beim Jobwechsel das Kapital mitnehmen oder aber in der bisherigen Kasse belassen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="448" height="382" alt="" src="/files/images/news/2010/100221-nzzas_uws-keine%20sicherung_rente.gif" /&gt;&lt;img src="file:///C:/DOKUME~1/sst/LOKALE~1/Temp/moz-screenshot-14.png" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Jacquemart Charlotte und Pfiffner Fritz</dc:creator><dc:date>2010-03-04T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Versicherungstechnischer Bericht: Senkung des Mindestumwandlungssatzes und technische Grundlagen</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/versicherungstechnischer-bericht-senkung-des-mindestumwandlungssatzes-und-technische-grundlagen_11693.html
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&lt;/meta&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Dieser versicherungstechnische Bericht soll aufgrund unabh&#xE4;ngiger aktuarieller Sicht eine Analyse aus praxisnaher Beurteilung zur Kl&#xE4;rung der Auswirkungen diverser technischer Grundlagen und deren Modellen zur Festlegung von Umwandlungss&#xE4;tzen erbringen. Er sollte zudem zur Versachlichung der aktuellen Debatte um die Senkung des Mindestumwandlungssatzes dienen. Dabei soll auch &#xFC;berpr&#xFC;ft werden, ob die Beibehaltung der heutigen Bestimmungen zum Umwandlungssatz die Sicherheit der beruflichen Vorsorge gef&#xE4;hrdet.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorbemerkungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die politische Debatte um die Abstimmung &#xFC;ber die erneute zus&#xE4;tzliche Senkung der BVG-Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge ist nun offenbar in die &amp;quot;heisse&amp;quot; Phase getreten. Es wird auf beiden Seiten mit populistischen Slogans operiert. So wird von den Gegner der Senkung ein &amp;quot;Rentenklau&amp;quot; postuliert und mit dem &amp;quot;Rentenklau-Rechner&amp;quot; werden zweifelhaften &amp;quot;Rentenklauverluste&amp;quot; dargestellt. Die Bef&#xFC;rworter der Senkung des Mindestumwandlungssatzes sprechen von &amp;quot;Beitrags- oder Lohnklau&amp;quot; sowie von &amp;quot;Rentendebakel&amp;quot;. Als Schicksalsentscheidung zum Fortbestehen der beruflichen Vorsorge wird die Senkung des Mindestumwandlungssatzes hochstilisiert. Die engeren technischen Stellungnahmen und Rahmenbedingungen werden kaum hinterfragt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen der Diskussion der technischen Grundlagen und der entsprechenden Modellrechnungen spielen die Interessenverb&#xE4;nde und insbesondere die berufsst&#xE4;ndischen Organisationen (wie die Schweizerische Aktuarvereinigung SAV und die Kammer der Pensionskassen-Experten) eine bedeutende Rolle als Vermittler von Grundlagen mit wissenschaftlichen Anspr&#xFC;chen. Die drei Interessenverb&#xE4;nde / Fachverb&#xE4;nde (Pensionskassen Verband ASIP, Kammer der Pensionskassen-Experten und der Schweizerische Versicherungsverband SVV) sind z.B. unisono der Meinung, dass die vom Parlament beschlossene Senkung unumg&#xE4;nglich und im ureigensten Interesse der Versicherten liege. Zudem sei die Senkung der Mindestrenten f&#xFC;r die finanzielle Stabilit&#xE4;t zwingend notwendig und &amp;quot;unverantwortliche Solidarit&#xE4;ten&amp;quot; seien aufzuheben. Die machtvolle Vertretung ihrer Anliegen ist den Interessenverb&#xE4;nden zuzustehen. Die vollkommen gleichgeschalteten, einheitlichen Argumentationen mahnen jedoch jeden kritischen Beobachter zur Vorsicht und zur Ueberpr&#xFC;fung der Grundlagen f&#xFC;r die Argumentationen der Interessenvertreter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Etwas problematischer wird es, wenn das f&#xFC;r die Pensionskassen zust&#xE4;ndige Bundesamt f&#xFC;r Sozialversicherungen (BSV) sich vermutlich weitgehend auf die Dokumentationen der Fachverb&#xE4;nde abst&#xFC;tzt (z.B. &#xFC;bereinstimmende Zahlenbeispiele) oder evt. auch durch eigene Abkl&#xE4;rungen zu identischen Aussagen kommt. Das Argumentarium des BSV vom 07.12.2009 entspricht inhaltlich praktisch bis auf die Wortwahl den Argumenten der Bef&#xFC;rworter einer Senkung. Von einem Bundesamt (BSV) sind jedoch gerade bei verh&#xE4;ltnism&#xE4;ssig komplexen, versicherungsmathematischen Zusammenh&#xE4;ngen unabh&#xE4;ngige und ausgewogene Informationen zu erwarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Folgenden wird versucht, anhand von ausgew&#xE4;hlten Beispielen, die engeren technischen Stellungnahmen etwas zu erweitern um aus einer &#xFC;bergeordneten und praxisnahen Sicht die Frage der aktuellen Relevanz der erneuten Senkung des Mindestumwandlungssatzes zu beurteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu kurze Analysen und Bewertungen zu nachfolgenden Themen und Sachverhalten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Langlebigkeit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Einer der zentralen Gr&#xF6;ssen f&#xFC;r die Festlegung von Umwandlungss&#xE4;tzen ist die Langlebigkeit der Versicherten. Die Trends in der Entwicklung der Langlebigkeit (demographische Grundlagen) waren schon 2003 bei der Festlegung der ersten Senkung des Umwandlungssatzes im Rahmen der 1. BVG-Revision bekannt. Es ist nicht nachvollziehbar weshalb praktisch mit dem Inkrafttreten der 1. BVG-Revision bereits wieder eine erneute Senkung vorgeschlagen wurde. Die Beobachtung der Entwicklung der zunehmenden Lebenserwartung und der entsprechenden Anpassungen der versicherungstechnischen Grundlagen sind grunds&#xE4;tzlich sehr langfristige Aufgaben. Anpassungen an den technischen (demographischen) Grundlagen wurden daher bisher in der Regel nur alle 10 Jahre vorgenommen. Daher sind vorerst die effektiven Auswirkungen der bereits beschlossenen schrittweisen Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6.8% bis ins Jahr 2014 auszuwerten. Um dazu eine fundierte Auswertung vornehmen zu k&#xF6;nnen, sind jedoch insbesondere die Transparenzbestimmungen f&#xFC;r Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften weiter auszubauen. Aktuell sind f&#xFC;r aussenstehende unabh&#xE4;ngige Beobachter die zur Verf&#xFC;gung gestellten Daten leider noch lange nicht ausreichend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Langlebigkeit und deren Absch&#xE4;tzbarkeit folgendes Zitat (von 2003/2004) aus der Arbeitsgemeinschaft f&#xFC;r die Erstellung der technischen Grundlagen BVG 2000, die von Marktf&#xFC;hrern der Pensionskassenberatung PRASA Hewitt SA und ATAG Libera AG herausgegeben wurden: &amp;quot;Die von den Eidgen&#xF6;ssischen R&#xE4;ten beschlossene sukzessive Herabsetzung des Umwandlungssatzes auf 6.8 Prozent bis ins Jahr 2015 erscheint gem&#xE4;ss &amp;quot;BVG 2000&amp;quot; als plausibel. Nach 2015 m&#xFC;ssen allerdings weitere Reduktionen ins Auge gefasst werden.&amp;quot; Nachdem die neuen Grundlagen BVG 2005 bei den m&#xE4;nnlichen aktiven Versicherten nur eine leichte Zunahme der Lebenserwartung feststellen, bei den weiblichen aktiven Versicherten hingegen eine Abnahme zu beobachten ist, kann wohl kaum aus der Entwicklung der Lebenserwartung eine hohe Dringlichkeit f&#xFC;r eine vorgezogene zus&#xE4;tzliche Senkung des Mindestumwandlungssatzes abgeleitet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Notwendige Kapitalrenditen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Neben der Entwicklung der Langlebigkeit sind auch die Annahmen und Erwartungen bez&#xFC;glich der k&#xFC;nftigen Renditen der Kapitalanlagen von zentraler Bedeutung f&#xFC;r die Festlegung des Umwandlungssatzes.&lt;br /&gt;
Die berufliche Vorsorge wird in zahlreichen sehr unterschiedlichen Vorsorgeeinrichtungen (Pensionskassen) f&#xFC;r unterschiedliche Kollektive von Versicherten durchgef&#xFC;hrt. Die einzelnen Kollektive von Versicherten bestehen zudem aus unterschiedlichen Anspruchsberechtigten wie aktive Versicherte (M&#xE4;nner und Frauen), Invaliden-, Hinterlassenen- und Altersrentnern. Die R&#xFC;ckstellungen f&#xFC;r diese Anspruchsberechtigten werden innerhalb einer Vorsorgeeinrichtung oft mit unterschiedlichen Methoden und technischen Zinss&#xE4;tzen berechnet. So werden in den weitverbreiteten Beitragsprimatkassen nach dem BVG-Konzept f&#xFC;r die aktiven Versicherten die Altersguthaben gem&#xE4;ss dem BVG-Mindestzinssatz (f&#xFC;r 2010 = 2%) oder den reglementarischen Zinss&#xE4;tzen verzinst, w&#xE4;hrend f&#xFC;r die Rentenbez&#xFC;ger mit einem technischen Zinssatz (von 3.5 bis 4.5%) gerechnet wird. Nach Fachgrunds&#xE4;tzen werden dann in jeder Vorsorgeeinrichtung individuell und gewichtet nach den R&#xFC;ckstellungen die Sollrenditen festgelegt. Die Sollrendite als Kennziffer dient der Koordination von Kapitalanlagen (Assets) und Vorsorgeverpflichtungen (Liabilities) und zeigt die kassenindividuellen Renditeanforderungen an die Kapitalanlagen an. Sie entspricht der Summe aller gem&#xE4;ss versicherungstechnischer Grundlagen und dem Versichertenbestand zu erwartenden Ausgaben (Zinsbedarf, Lebenserwartungsr&#xFC;ckstellungen, Pensionierungsverluste und so weiter), die bei der gegebenen Beitragsordnung durch Verm&#xF6;gensertr&#xE4;ge zu finanzieren sind, ausgedr&#xFC;ckt in Prozenten des versicherungstechnisch notwendigen Kapitals. Die Sollrendite ist somit diejenige Rendite, die eine Kasse mit ihrem Verm&#xF6;gen erwirtschaften muss, um den Deckungsgrad halten zu k&#xF6;nnen. Die Festlegung der Kapitalanlagestrategie erfolgt in der Praxis &#xFC;ber die gemittelte Sollrendite f&#xFC;r das ganze Kollektiv von Versicherten resp. f&#xFC;r die Vorsorgeeinrichtung insgesamt.&lt;br /&gt;
Im Faktenblatt des Bundesamtes f&#xFC;r Sozialversicherungen (BSV) &#xFC;ber Kapitalertr&#xE4;ge wird festgehalten: &amp;quot;W&#xFC;rde der Mindestzinssatz bei 6,8 % belassen, m&#xFC;sste eine durchschnittliche Rendite von 4,9 % erzielt werden. In diesem Fall m&#xFC;ssten die Vorsorgeeinrichtungen h&#xF6;here Anlagenrisiken eingehen, auch wenn es die individuelle Risikosituation nicht zul&#xE4;sst. Ein solches Vorgehen darf den Vorsorgeeinrichtungen nicht aufgezwungen werden.&amp;quot; Oder aus dem Argumentarium des BSV: &amp;quot;Der aktuelle Umwandlungssatz setzt zur Sicherung der Rentenleistungen auf dem gesamten Sparguthaben eine Rendite von rund 5 % voraus.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Argumentation des BSV betreffend notwendigen Mindestrenditen f&#xFC;r die Finanzierung des Umwandlungssatzes basieren auf technischen Auswertungen unter der Annahme von reinen Altersrentnerkassen (technisch notwendige durchschnittliche Rendite f&#xFC;r reine Rentnerbest&#xE4;nde), d.h. die aktiven Versicherten werden nicht in die Berechnung einbezogen. Die Beschr&#xE4;nkung auf einen reinen Rentnerbestand, als Basis f&#xFC;r die Berechnung der notwendigen durchschnittlichen Rendite f&#xFC;r Pensionskassen, entspricht nicht den Fachrichtlinien (siehe oben) und widerspricht auch betriebswirtschaftlichen Grunds&#xE4;tzen. Zudem wird mit den stark &#xFC;berh&#xF6;ht dargestellten, durchschnittlichen Renditen suggeriert, dass bei einer Beibehaltung des bisherigen Umwandlungssatzes die Stabilit&#xE4;t der beruflichen Vorsorge gef&#xE4;hrdet wird. Diese Darstellung ist unzul&#xE4;ssig und bedarf zwingend einer Berichtigung.&lt;br /&gt;
Bei Beitragsprimatkassen nach dem BVG-Konzept betragen aktuell die notwendigen durchschnittlichen Kapitalertr&#xE4;ge (Sollrenditen) je nach Anteil des Rentnerbestandes zwischen 2.5 und 3.5 Prozent. Gem&#xE4;ss einer Sch&#xE4;tzung der NZZ zu den langfristigen Renditeerwartungen sind 3.5 bis 4.5% pro Jahr plausibel (NZZ 13.01.2010). Zusammen mit der bisher vorsichtigen Festlegung des BVG-Mindestzinssatzes durch den Bundesrat ist damit genau f&#xFC;r diejenigen Vorsorgeeinrichtungen nach dem Beitragsprimat gem&#xE4;ss BVG-Konzept eine mehr als ausreichende Marge zur Finanzierung der bisherigen Umwandlungss&#xE4;tze vorhanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Technische R&#xFC;ckstellungen f&#xFC;r Pensionierungsverluste&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gem&#xE4;ss den Richtlinien der Kammer der Pensionskassen-Experten haben die Vorsorgeeinrichtungen u.a. f&#xFC;r die aus Rentenumwandlungen entstehenden Deckungsl&#xFC;cken entsprechende R&#xFC;ckstellungen zu bilden. Diese R&#xFC;ckstellungen sind in den allermeisten Vorsorgeeinrichtungen ausreichend ge&#xE4;ufnet und zur&#xFC;ckgestellt. Bei einer erneuten Senkung des Umwandlungssatzes w&#xFC;rden im Wesentlichen zumindest teilweise diese R&#xFC;ckstellungen aufgel&#xF6;st. Daher ist aus technischer Sicht aktuell eine Senkung des Umwandlungssatzes nicht erforderlich. Die finanzielle Sicherheit bleibt zumindest mittelfristig f&#xFC;r Vorsorgeeinrichtungen mit ausreichender R&#xFC;ckstellung f&#xFC;r die Umwandlungsverluste auch ohne Senkung des Umwandlungssatzes gewahrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Solidarit&#xE4;ten / Umverteilung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Analyse von Solidarit&#xE4;ten und Umverteilungen innerhalb von Pensionskassen ist komplex und hat &#xFC;ber lange Zeitr&#xE4;ume kassenindividuell und unter Einbezug aller Komponenten von m&#xF6;glichen Solidarit&#xE4;ten zu erfolgen. Die Solidarit&#xE4;ten sind stark abh&#xE4;ngig von den individuellen Vorsorgepl&#xE4;nen und der finanziellen Entwicklung der einzelnen Pensionskassen. Der Stiftungsrat als oberstes Organ kann durch die Gestaltung der Vorsorgepl&#xE4;ne und die Zuweisung von freien Mitteln oder Uebersch&#xFC;ssen die gew&#xFC;nschten Solidarit&#xE4;ten der eigenen Pensionskasse weitgehend selbst festlegen. Erkenntnissen aus detaillierten Solidarit&#xE4;tsuntersuchungen in einzelnen Vorsorgeeinrichtungen zeigen keine grunds&#xE4;tzliche h&#xF6;here Belastung der j&#xFC;ngeren Aktiven zugunsten der &#xE4;lteren versicherten Personen resp. der Rentner. So werden beispielsweise aktuell bei Sanierungsmassnahmen (aufgrund der Finanzkrise) weitverbreitet die Minder- oder Nullverzinsungen der Altersguthaben angewandt. Dadurch werden vor allem &#xE4;ltere aktive versicherte Personen mit hohen Altersguthaben belastet. Zudem haben die neueren Rentenbez&#xFC;ger resp. jene aktiven Versicherten, die vor der Pensionierung stehen, massgeblich die technischen R&#xFC;ckstellungen f&#xFC;r Pensionierungsverluste selbst aufgebaut. Eine generelle &amp;quot;ungerechte finanzielle Umverteilung von Erwerbst&#xE4;tigen zu den Rentner&amp;quot; kann aus praxisnaher, aktuarieller Sicht nicht best&#xE4;tigt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kosten der Beibehaltung des bisherigen Umwandlungssatzes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im Argumentarium des Bundesamtes f&#xFC;r Sozialversicherung (BSV) zur Volksabstimmung steht folgende Aussage: &amp;quot;Denn wird der Mindestumwandlungssatz nicht angepasst, m&#xFC;ssten in den kommenden Jahren sch&#xE4;tzungsweise 600 Millionen Franken j&#xE4;hrlich auf die eine oder andere Art umverteilt werden.&amp;quot; Die Sch&#xE4;tzung des BSV basiert jedoch auf falschen Annahmen (siehe Anhang 1). So wird angenommen, dass alle Neupensionierten eines Jahrganges einen Umwandlungsverlust aus zu &amp;quot;hohen&amp;quot; Umwandlungss&#xE4;tzen von je ca. 20'000 Franken verursachen. Tats&#xE4;chlich verursacht jedoch der Mindestumwandlungssatz bei ca. der H&#xE4;lfte der Neupensionierungen gar keine finanziell wirksamen Umwandlungsverluste (z.B. bei Leistungsprimatkassen). Eine realistische und praxisnahe Sch&#xE4;tzung ergibt ca. 300 Millionen Franken. Setzt man diese gesch&#xE4;tzten Kosten zum gesamten Verm&#xF6;gen aller Vorsorgeeinrichtungen stellt man fest, dass diese weniger als ein halbes Promille betragen (siehe Tabelle in Anhang 2) resp. ca. 1 Prozent der mittleren j&#xE4;hrlichen Verm&#xF6;gensertr&#xE4;ge der Pensionskassen. Diese Gr&#xF6;ssenordnung der Kosten f&#xFC;r die Beibehaltung des bisherigen Umwandlungssatzes zeigt zus&#xE4;tzlich, dass die finanzielle Stabilit&#xE4;t der Pensionskassen dadurch nicht gef&#xE4;hrdet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lebensversicherer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im Vollversicherungskonzept der Lebensversicherer werden weitgehend Vorsorgepl&#xE4;ne im Beitragsprimat nach dem BVG-Konzept angeboten. Daher w&#xFC;rden die Lebensversicherer durch eine erneute Senkung des Umwandlungssatzes z.T. stark entlastet. Es ist in diesem Sinne nachvollziehbar, dass die Lebensversicherer massgeblich f&#xFC;r eine Senkung des Umwandlungssatzes einstehen. Die Analyse des Kollektivgesch&#xE4;fts seit 2005 (Inkrafttreten der Transparenzbestimmungen) zeigt jedoch, dass der Sparprozess inklusive Umwandlungskosten, trotz dem massiven Einbruch 2008 bei den Kapitalertr&#xE4;gen, f&#xFC;r die Lebensversicherer ein insgesamt positives Ergebnis gebracht hat.&lt;br /&gt;
Die Lebensversicherer haben gem&#xE4;ss ihren eigenen Sch&#xE4;tzungen 2007 insgesamt ca. CHF 230 Millionen f&#xFC;r die Deckung der Rentenumwandlungskosten aufgewendet. Neuere Daten wurden leider nicht mehr ver&#xF6;ffentlicht. Bei rund CHF 120 Milliarden technischer R&#xFC;ckstellungen kann von einer existentiellen Gef&#xE4;hrdung durch Umwandlungsverluste infolge zu &amp;quot;hoher&amp;quot; Umwandlungss&#xE4;tzen wohl kaum ausgegangen werden. Zudem haben die Lebensversicherer auch entsprechende R&#xFC;ckstellungen (Deckungsl&#xFC;cken bei Rentenumwandlungen) aufgebaut.&lt;br /&gt;
Leider ist die Transparenz des Gesch&#xE4;ftes der beruflichen Vorsorge bei Lebensversicherern noch ungen&#xFC;gend. So werden z.B. im Sparprozess die einzelnen Komponenten wie Verzinsung der Altersguthaben, die Umwandlungsverluste und die Gewinne oder Verluste aus dem Verlauf der Alters- und Hinterlassenenrentenbestandes nicht separat ausgewiesen.&lt;br /&gt;
Die laufenden Alters- und Hinterlassenrenten werden vermutlich aufgrund der sehr vorsichtigen technischen Grundlagen j&#xE4;hrliche Gewinne abwerfen. Eine umfassende Bewertung der Umwandlungsverluste muss diese vermuteten Gewinne aus laufenden Renten mitber&#xFC;cksichtigen.&lt;br /&gt;
Diese Transparenz muss f&#xFC;r eine glaubw&#xFC;rdige und faire Beurteilung der Auswirkungen der Senkung der Mindestumwandlungss&#xE4;tze auf die Lebensversicherer vorerst vollst&#xE4;ndig hergestellt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
    &lt;li&gt;Aus erweiterter versicherungstechnischer Sicht ist aktuell eine vorgezogene zus&#xE4;tzliche Senkung des Umwandlungssatzes nicht n&#xF6;tig. Ein Verzicht auf eine zus&#xE4;tzliche Senkung gef&#xE4;hrdet die finanzielle Sicherheit der Pensionskassen nicht.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Bis zum Ablauf (2015) der bereits beschlossenen schrittweisen Senkung des Mindestumwandlungssatzes auf 6.8% sind die entsprechenden finanziellen Auswirkungen umfassend zu analysieren. Ueber die Notwendigkeit und die H&#xF6;he von zus&#xE4;tzlichen Senkungen des Mindestumwandlungssatzes ab 2015 kann aufgrund der umfassenden Auswertungen auf einer soliden Basis entschieden werden. Dazu sind jedoch zwingend alle technischen Details offenzulegen (vollst&#xE4;ndige Transparenz).&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Die Kosten f&#xFC;r die Beibehaltung des bisherigen Umwandlungssatzes (6.8%) von weniger als einem halben Promille der Verm&#xF6;gensanlagen sind angesichts der &#xFC;brigen Risiken von Vorsorgeeinrichtungen (wie zum Beispiel schwankende Verm&#xF6;gensertr&#xE4;ge usw.) marginal. Eine Gef&#xE4;hrdung der 2. S&#xE4;ule kann wohl niemand glaubw&#xFC;rdig behaupten.&lt;/li&gt;
    &lt;li&gt;Das Bundesamt f&#xFC;r Sozialversicherungen hat rechtzeitig eine Erg&#xE4;nzung resp. Korrektur insbesondere betreffend notwendiger Kapitalrenditen und Kosten der Beibehaltung des Umwandlungssatz (6.8%) in ihrer Dokumentationen vorzunehmen. Nur so kann von einer ausgewogenen Information der Stimmb&#xFC;rger und Stimmb&#xFC;rgerinnen ausgegangen werden.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Z&#xFC;rich, 31. Januar 2010&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;J&#xFC;rg Jost&lt;br /&gt;
Dipl. Pensionsversicherungs-Experte&lt;br /&gt;
Aktuar SAV&lt;br /&gt;
&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.bb-vorsorge.ch/files/pdf/news/2010/100131-Bericht%20Umwandlungssatz%202010%20jj_anhang1.pdf"&gt;Anhang 1&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.bb-vorsorge.ch/files/pdf/news/2010/100131-Bericht%20Umwandlungssatz%202010%20jj_anhang2.pdf"&gt;Anhang 2&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a name="stern" id="stern"&gt;&lt;/a&gt;J&#xFC;rg Jost ist eidgen&#xF6;ssisch diplomierter Pensionsversicherungs-Experte und Aktuar SAV. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Jost J&#xFC;rg</dc:creator><dc:date>2010-03-02T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Vorsorge: Ein Zwingendes Nein</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/vorsorge-ein-zwingendes-nein_11714.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Vorsorge: Ein Zwingendes Nein&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Martin Wechsler &#x2013; Artikel in &lt;a target="_blank" href="http://www.bilanz.ch/edition/artikel.asp?AssetID=6959"&gt;Bilanz&lt;/a&gt; Nr. 4/2010, 26. Februar 2010. Mit vorhandener Genehmigung.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Der Umwandlungssatz soll auf 6,4 Prozent sinken. Das w&#xE4;re &#xAD;angemessen, wenn dieser Wert auch f&#xFC;r das &#xDC;berobligatorium &#xAD;verbindlich w&#xE4;re, wo er heute weniger als 6,4 Prozent betr&#xE4;gt.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Das berufliche Vorsorge&#xAD;gesetz (BVG) legt die Minimalleistungen der betrieblichen Altersvorsorge fest, das Obligatorium. Nur f&#xFC;r diesen Teil des Alterskapitals sind der gesetzliche Mindestzins und der Rentenumwandlungs&#xAD;satz verbindlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was dar&#xFC;ber hinausgeht, gilt als &#xDC;berobligatorium. Dazu geh&#xF6;ren h&#xF6;here Sparpr&#xE4;mien, versicherte Lohnteile &#xFC;ber oder unter dem BVG-Minimum, Kaderpl&#xE4;ne, die gesamte Vorsorge vor 1985 und s&#xE4;mtliche Eink&#xE4;ufe &#x2013; laut Pensionskassenstatistik ins&#xAD;gesamt 43 Prozent des &#xAD;Pensionskassenkapitals. Die Verzinsung und den Umwandlungssatz des &#xDC;berobligatoriums bestimmen die Pensionskassen unabh&#xE4;ngig vom Gesetz &#x2013; was zu einer grotesken wirtschaftlichen und sozialpolitischen Situation f&#xFC;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr als die H&#xE4;lfte aller Versicherten geh&#xF6;rt Pensionskassen an, die den Umwandlungssatz splitten. F&#xFC;r das Obligatorium gilt der &#xAD;gesetzliche, f&#xFC;r das &#xDC;berobligatorium ein weitaus geringerer Wert. Gem&#xE4;ss ASIP/BILANZ-Umfrage (siehe &#xAD;BILANZ 3/2010) liegt der durchschnittliche Umwandlungssatz im &#xDC;berobligato&#xAD;rium f&#xFC;r M&#xE4;nner bei 6,12 Prozent, f&#xFC;r Frauen bei 5,98 Prozent. Heute betr&#xE4;gt der gesetzliche Umwandlungssatz 7,0 Prozent f&#xFC;r M&#xE4;nner und 6,95 Prozent f&#xFC;r Frauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegenw&#xE4;rtig l&#xE4;uft ein heisser Abstimmungskampf um die Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent. Die Bef&#xFC;rworter wollen so die Umverteilung von den j&#xFC;ngeren auf die &#xE4;lteren &#xAD;Versicherten verringern. Die Gegner m&#xF6;chten die &#xAD;Versicherten mit niedrigen L&#xF6;hnen vor einer weiteren Rentenk&#xFC;rzung bewahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Vorsorgerealit&#xE4;t zeigt, dass weder die erneute Senkung des Umwandlungssatzes noch dessen Beibehaltung das Mittel der Wahl ist. Denn die Pensionskassen haben die Umwandlungss&#xE4;tze bereits den &#xF6;konomischen und versicherungstechnischen Gegebenheiten angepasst. Allerdings auf Kosten der Versicherten mit h&#xF6;heren versicherten L&#xF6;hnen und &#xAD;besseren Vorsorgepl&#xE4;nen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Somit erfolgt eine Quersubventionierung vom &#xDC;berobligatorium zum Obliga&#xAD;torium. Eine Umverteilung von j&#xFC;ngeren zu &#xE4;lteren &#xAD;Versicherten findet schlichtweg nicht statt, ganz im &#xAD;Gegensatz zu einer Umverteilung von den h&#xF6;her Versicherten zu jenen mit Minimalleistungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Parlament hat es l&#xAD;eider vers&#xE4;umt, die frag&#xAD;w&#xFC;rdige Ungleichbehandlung zwischen BVG-Teil und &#xAD;&#xDC;berobligatorium zu eliminieren. Um den Interessen &#xAD;aller Versicherten zu dienen, gilt es nicht, die H&#xF6;he des Umwandlungssatzes zu ver&#xE4;ndern, sondern dessen Geltungsgrad. Hierin liegt der zwingende Grund f&#xFC;r ein Nein zu einer weiteren &#xAD;Senkung. Nicht weil der &#xAD;Umwandlungssatz von 6,4 Prozent zu tief w&#xE4;re, sondern weil dieser Umwandlungssatz f&#xFC;r die gesamte zweite S&#xE4;ule gelten muss.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Wechsler Martin</dc:creator><dc:date>2010-03-02T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Soll die Pensionskassen-Rente gek&#xFC;rzt werden?</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/soll-die-pensionskassen-rente-gekuerzt-werden_11736.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Soll die Pensionskassen-Rente gek&#xFC;rzt werden?&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Kurzinterview mit Herbert Br&#xE4;ndli und Anders Malmstr&#xF6;m (&lt;a id="stern-z" name="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Pro und Kontra in &lt;a target="_blank" href="http://www.unternehmerzeitung.ch"&gt;UnternehmerZeitung&lt;/a&gt; Nr. 3-2010, 2. M&#xE4;rz 2010. &lt;a target="_blank" href="/files/pdf/news/2010/100302-uz-umwandlungssatz.pdf"&gt;Download Artikel&lt;/a&gt;. Mit vorliegender Genehmigung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;PRO&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;JA zur Generationen-Gerechtigkeit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="244" width="156" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100302-uz-umwandlungssatz_malmstroem.jpg" alt="" /&gt;Am 7. M&#xE4;rz wird das Schweizer Stimmvolk &#xFC;ber die schrittweise Senkung des BVG-Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent entscheiden. Dieser legt fest, wie das angesparte Pensionskassenguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung in eine j&#xE4;hrliche Altersrente umgewandelt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Anpassung ist notwendig. Dem BVG-Umwandlungssatz liegen die Lebenserwartung und die Entwicklung an den Finanzm&#xE4;rkten zugrunde. Diese Faktoren haben sich in den letzten Jahrzehnten stark ver&#xE4;ndert, der BVG-Umwandlungssatz wurde an diese Entwicklungen jedoch ungen&#xFC;gend angepasst. Folge davon ist, dass das Guthaben der Rentner heute zu schnell aufgebraucht wird und die Erwerbst&#xE4;tigen &#x2013; die aktiven Beitragszahler &#x2013; jedes Jahr die daraus entstehenden L&#xF6;cher finanzieren m&#xFC;ssen. Konkret bedeutet dies, dass die Erwerbst&#xE4;tigen auf ihrem BVG-Verm&#xF6;gen heute j&#xE4;hrlich 600 Millionen Franken zu wenig Kapitalertr&#xE4;ge gutgeschrieben erhalten, weil dieses Geld zur Bezahlung der zu hohen Renten verwendet werden muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese immer gr&#xF6;sser werdende Umverteilung von den Aktiven zu den Rentnern bedroht die Stabilit&#xE4;t und Sicherheit der 2. S&#xE4;ule. Die vorgeschlagene Anpassung ist fair, moderat und sozialvertr&#xE4;glich. Die heute ausbezahlten Altersrenten werden nicht gek&#xFC;rzt. Eine einmal festgelegte BVG-Rente bleibt gesetzlich auf Lebzeiten garantiert. Die schrittweise Senkung verbessert die Sicherheit und die Risikof&#xE4;higkeit der zweiten S&#xE4;ule in hohem Mass. Wird die Vorlage abgelehnt, nimmt die Umverteilung der Ertr&#xE4;ge zulasten der Erwerbst&#xE4;tigen weiter zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich setze mich deshalb f&#xFC;r einen fairen Umwandlungssatz ein und unterst&#xFC;tze die vom Bundesrat vorgeschlagene und vom Parlament mit grosser Mehrheit beschlossene Senkung auf 6,4 Prozent. Die Anpassung ist notwendig, um das System der beruflichen Vorsorge und somit das ganze 3-S&#xE4;ulensystem wieder f&#xFC;r alle Generationen gerechter zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&#xAB;Die Umverteilung von den Aktiven zu den Rentnern bedroht die Sicherheit der 2. S&#xE4;ule.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;KONTRA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; NEIN zum erneuten Leistungsabbau&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="220" width="156" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100302-uz-umwandlungssatz_braendli.jpg" alt="" /&gt;Pensionskassen gelten in der beruflichen Vorsorge mit ihren Zinsgutschriften als dritter Beitragszahler. Mit hohen Zinsen erh&#xF6;hen sie den Wert von &#xFC;berwiesenen Lohnbestandteilen. Diese Nutzensteigerung f&#xFC;r die Erwerbst&#xE4;tigen erh&#xF6;ht auch die Attraktivit&#xE4;t ihrer Arbeitgeber am Arbeitsmarkt. Entgegen dem Verlauf der Wirtschaft sinken aber die Zinsgutschriften seit geraumer Zeit. Immer kleinere Umwandlungss&#xE4;tze werden darum auf immer kleinere Altersguthaben angewendet. Seit 1985 sind die Minimalleistungen bereits um ein Drittel geschwunden. Eine nochmalige Senkung muss entschieden abgelehnt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Versicherer z&#xE4;hlen zu den heftigsten Bef&#xFC;rwortern. Bei negativem Konjunkturverlauf sehen sie ihre Gewinne schwinden, die sie mit den Geldern der Versicherten erwirtschaften. Sie k&#xF6;nnten das Gewinnpotential erhalten, wenn die zahlungskr&#xE4;ftige Kundschaft ihre eigenen Leistungen reduziert. Diese ist aber nicht f&#xFC;r die Gewinne der Versicherer zust&#xE4;ndig. Sie soll gen&#xFC;gend Ertr&#xE4;ge erwirtschaften, damit ihre Renten mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Prompt monieren die Bef&#xFC;rworter, dass Pensionskassen mit dieser minimalen Leistungsvorgabe zu hohe Risiken nehmen. Dieses grundfalsche Risikoverst&#xE4;ndnis unterschl&#xE4;gt, dass Anlagerisiken mit der Anlagedauer abnehmen. Schwankungsrisiken von Aktien, Immobilien und Obligationen gleichen sich mit zunehmender Haltedauer an. Wegen gesamthaft unbegrenztem Anlagehorizont sind Pensionskassen geradezu daf&#xFC;r geschaffen, in ertragreiche Unternehmenswerte zu investieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bef&#xFC;rworter ver&#xE4;ngstigen das Volk zuletzt mit Rentenausf&#xE4;llen wegen der zunehmenden Lebenserwartung. Diese ist aber auf lange Sicht absehbar und kein Versicherungsfall. Es bleibt Zeit, das notwendige Deckungskapital fr&#xFC;hzeitig bereit zu stellen. Die langfristigen Ertragsm&#xF6;glichkeiten der Pensionskassen, betrachtet man die vergangenen 110 Jahre, bewegen sich zwischen sechs und acht Prozent. Trotz pessimistischen Prognosen zur nahen Wirtschaftsentwicklung besteht kein Grund zur Annahme, dass diese anstrebenswerten Ertr&#xE4;ge nicht mehr erreicht werden k&#xF6;nnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#xAB;Seit 1985 sind die Minimalleistungen bereits um ein Drittel geschwunden.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a name="stern" id="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Gesch&#xE4;ftsleiter der B+B Vorsorge AG. Anders Malmstr&#xF6;m ist Leiter Leben der AXA-Winterthur. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-03-02T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Es gibt keine triftigen Gr&#xFC;nde daf&#xFC;r</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/es-gibt-keine-triftigen-gruende-dafuer_11480.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Es gibt keine triftigen Gr&#xFC;nde daf&#xFC;r&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Kurzinterview mit Herbert Br&#xE4;ndli (&lt;a name="stern-z" id="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; Artikel in stocks.ch, 19. Februar 2010.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Am 7. M&#xE4;rz stimmen die Schweizer &#xFC;ber einen tieferen Umwandlungssatz ab. Was ist Ihre Meinung dazu?.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Wer in der beruflichen Vorsorge f&#xFC;r faire Umwandlungss&#xE4;tze ist, der sagt Nein zur Senkung der Umwandlungss&#xE4;tze. Es gibt keine triftigen Gr&#xFC;nde daf&#xFC;r, dass die bescheidenen Anforderungen an die Minimalleistungen der beruflichen Vorsorge gesenkt werden sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Versicherungswirtschaft argumentiert, dass wir immer &#xE4;lter w&#xFC;rden.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Absicherung von lebenslangen Renten geh&#xF6;rt zum urspr&#xFC;nglichen, bis anhin klaglos gel&#xF6;sten Gesch&#xE4;ft der Pensionskassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wo liegt das Problem?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der wahre Grund f&#xFC;r die schwindende Leistungskraft sind &#xAB;Mitesser&#xBB; in Form von Fonds-Managern, Anlageberatern und Versicherungsgesellschaften. Sie erwirtschaften mit ihren Gesch&#xE4;ftsmodellen Gewinne auf Kosten der Versicherten und zu Lasten der Ertr&#xE4;ge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sie kritisieren auch die Werbekampagne?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Versicherungsfachleute und ihre politischen Exponenten nutzen f&#xFC;r die Kampagne in Sachen Umwandlungssatz ungehemmt ihre Meisterschaft im Gesch&#xE4;ft mit der Angst.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a id="stern" name="stern"&gt;&lt;/a&gt;Herbert Br&#xE4;ndli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Herbert Br&#xE4;ndli ist Gr&#xFC;nder und Leiter der B+B Vorsorge AG, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Dynamik und Transparenz in die berufliche Vorsorge zu bringen und ihren Kunden eine fundierte Beratung sowie interessante Alternativen zu bieten. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-03-01T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>Die Renten werden auch morgen sicher sein</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/die-renten-werden-auch-morgen-sicher-sein_11514.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;Die Renten werden auch morgen sicher sein&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Herbert Br&#xE4;ndli, Christoph H&#xE4;berli und Otto Piller&#xA0; &#x2013; Artikel in &lt;a href="http://www.ktipp.ch"&gt;K-Tipp&lt;/a&gt; Nr. 4/2010, 24. Februar 2010. &lt;a news="" pdf="" files="" bb-vorsorge.ch="" http:="" href="http://www.bb-vorsorge.ch/files/pdf/news/2010/100224-ktipp-26_27_pensionskasse.pdf" target="_blank"&gt;Download Artikel&lt;/a&gt;. Mit vorhandener Genehmigung.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Was vor Abstimmungen in Inseraten und auf Plakaten behauptet wird, stimmt h&#xE4;ufig nicht. Das zeigt die millionenschwere Kampagne der Bef&#xFC;rworter der Rentenk&#xFC;rzung.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Diese Todesanzeige war un&#xFC;bersehbar:&lt;br /&gt;
&lt;img width="177" height="251" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-todesanzeige.GIF" alt="" /&gt;&#xAB;Ihre Rente ist heute in ihrem 26. Lebensjahr dem ideologischen Streben von Gewerkschaftsbund, Unia und K-Tipp zum Opfer gefallen.&#xBB; Mit diesem Inserat im &#xAB;Blick am Abend&#xBB; (siehe Bild) prophezeiten die Jungfreisinnigen des Kantons Z&#xFC;rich den Verlust der Pensionskassenrente, falls am 7. M&#xE4;rz an der Urne kein Ja eingelegt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In zahlreichen anderen Inseraten und Plakaten wird seit Monaten f&#xFC;r die Ja-Parole zur Senkung des Umwandlungssatzes geworben. Dabei werden die Tatsachen auf den Kopf gestellt, die Stimmb&#xFC;rger mit Falschbehauptungen absichtlich verwirrt. Dies das Fazit der drei Vorsorge-Spezialisten (siehe unten), die f&#xFC;nf Anzeigen der Bef&#xFC;rworter der Rentenk&#xFC;rzung unter die Lupe genommen haben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Behauptet wird:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Die Renten werden aufgehoben.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsache ist:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Br&#xE4;ndli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Die Jungfreisinnigen bezichtigen ihre Gegner des Rentenmords. Das ist eine b&#xF6;swillige Unterstellung. Das Umgekehrte ist richtig: Es ist nicht notwendig, dass die Renten gek&#xFC;rzt werden. Die Pensionskassen haben schon immer Renten &#xFC;ber dem gesetzlichen Minimum erwirtschaftet. Statt einer Senkung der Renten sind risikogerechte Verm&#xF6;gensanlagen gefordert.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; H&#xE4;berli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Die Verwaltungskosten der 2. S&#xE4;ule betragen offiziell fast 4 Milliarden Franken pro Jahr. Inoffiziell sind es laut &#x2039;Bilanz&#x203A; weitere 4 Milliarden, die von den Banken kassiert werden. Deshalb m&#xFC;ssen die Renten nicht gek&#xFC;rzt werden.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="568" height="265" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-fdp-rentenklau.GIF" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Behauptet wird:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Renten sind nicht mehr sicher.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsache ist:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; H&#xE4;berli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Diejenigen, welche die Altersguthaben auf diesem Bild f&#xFC;r sich in Sicherheit bringen, sind die Manager und die Verm&#xF6;gensberater. Wie Motten fressen diese zurzeit L&#xF6;cher in die Vorsorgekassen und nehmen sich laut &#x2039;Bilanz&#x203A; zehnmal mehr, als durch die Senkung des Umwandlungssatzes eingespart werden kann.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Piller: &lt;/strong&gt;&#xAB;Die Linke stiehlt nichts, sie will nur verhindern, dass gestohlen wird. Die Pensionskassenrenten sind heute&lt;br /&gt;
sicher und werden es auch noch morgen sein.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Br&#xE4;ndli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Mit einem Ja sollen wahrscheinlich die Einnahmen der Versicherer im Vorsorgegesch&#xE4;ft gesichert werden. Versicherungsgesellschaften sind aber f&#xFC;rs Pensionskassengesch&#xE4;ft nicht geeignet.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="157" height="259" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-plakat%20unrichtig1.GIF" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Behauptet wird:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Die Jungen m&#xFC;ssen die 2. S&#xE4;ule sanieren, sonst gehen sie leer aus.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsache ist:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Br&#xE4;ndli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Auch hier ist das Gegenteil der Fall: Die Jungen haben nur dann einen Nachteil, wenn sie mit einem Ja am 7. M&#xE4;rz zustimmen, dass ihre sp&#xE4;tere Rente gek&#xFC;rzt wird. Tatsache ist: Pensionskassen sind &#xE4;usserst risikof&#xE4;hig. Sie eignen sich f&#xFC;r langfristige Anlagestrategien und halten vor&#xFC;bergehenden Marktschwankungen stand. Das Verm&#xF6;gen der Kassen ist in der Vergangenheit viel st&#xE4;rker gewachsen, als Altersguthaben ausbezahlt werden mussten. Ein vorauseilender Rentenverzicht ist darum &#x2013; auch bei momentan tiefen Zinsen &#x2013; nicht angezeigt.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Piller: &lt;/strong&gt;&#xAB;Diese Aussage ist falsch. Die steigende Lebenserwartung wurde ohnehin bereits bei der letzten Gesetzesrevision ber&#xFC;cksichtigt. Eine weitere Senkung f&#xFC;hrt zu massiven Rentenk&#xFC;rzungen &#x2013; auch und gerade bei den Jungen.&#xBB;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="231" height="183" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-plakat%20unrichtig2.GIF" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Behauptet wird:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Es entsteht ein Schuldenberg, den die Erwerbst&#xE4;tigen finanzieren m&#xFC;ssen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsache ist:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Br&#xE4;ndli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Diese Behauptung ist falsch. Die Altersrenten der Pensionskassen werden durch die eigenen Beitr&#xE4;ge der Erwerbst&#xE4;tigen sowie Zinsgutschriften finanziert. Wenn der Umwandlungssatz hingegen weiter schrumpft, m&#xFC;ssen die Lohnabz&#xFC;ge erh&#xF6;ht werden, damit das Ziel der 2. S&#xE4;ule erreicht wird: eine Altersrente in der H&#xF6;he von 60 Prozent des letzten Einkommens vor der Pensionierung zu erhalten.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Piller: &lt;/strong&gt;&#xAB;Es gibt keinen Schuldenberg &#x2013; und es wird auch keiner entstehen. Das Einzige, was an Berg vorhanden ist, sind aufgeblasene Verwaltungskosten.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="215" height="294" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-plakat%20unrichtig3.GIF" alt="" /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Behauptet wird:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Es entsteht ein Rentenloch, das die Jungen finanzieren m&#xFC;ssen.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tatsache ist:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Br&#xE4;ndli: &lt;/strong&gt;&#xAB;Junge graben sich ihr eigenes Rentenloch, wenn sie am 7. M&#xE4;rz voreilig mit einem Ja auf ihre berechtigten Anspr&#xFC;che verzichten. Die Erfahrung zeigt, dass Pensionskassen hohe Renten erwirtschaften k&#xF6;nnen und trotz der zunehmenden Lebenserwartung problemlos zu Rande kommen.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; H&#xE4;berli: &lt;/strong&gt;&#xAB;F&#xFC;r die k&#xFC;nftigen Renten reicht das angesparte Geld, wenn es zu fairen Bedingungen angelegt werden kann. Mit den hohen Verwaltungskosten wird den Jungen unn&#xF6;tig viel weggenommen.&#xBB;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Piller: &lt;/strong&gt;&#xAB;Wer seri&#xF6;s rechnet, stellt fest, dass es kein Rentenloch gibt. Das best&#xE4;tigen auch namhafte Vertreter der gr&#xF6;ssten autonomen Pensionskassen in der Schweiz, wie jene der Post und der Novartis.&#xBB;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="75" height="94" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-ktipp%204-10_braendli%20herbert.GIF" alt="" /&gt; &lt;strong&gt;Herbert Br&#xE4;ndli&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Pensionskassenexperte und Gesch&#xE4;ftsleiter der B+B&#xA0;Vorsorge&#xA0;AG&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="75" height="94" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-ktipp%204-10_haeberli%20christoph.GIF" alt="" /&gt;&lt;strong&gt;Christoph H&#xE4;berli&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitglied des Stiftungsrats der Pensionskasse des schweizerischen Baumeisterverbandes&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="75" height="94" align="left" src="http://bb-vorsorge.ch/files/images/news/2010/100224-ktipp_uws-ktipp%204-10_piller%20otto.GIF" alt="" /&gt;&lt;strong&gt;Otto Piller&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ehemaliger Direktor des Bundesamts f&#xFC;r Sozialversicherungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>Br&#xE4;ndli Herbert</dc:creator><dc:date>2010-03-01T00-00-00Z</dc:date></item><item><title>30 Prozent h&#xF6;here Renten sind m&#xF6;glich</title><link>http://www.bb-vorsorge.ch/de/ueber-uns/vorsorgewissen/artikel/30-prozent-hoehere-renten-sind-moeglich_11611.html
                        </link><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;h1&gt;30 Prozent h&#xF6;here Renten sind m&#xF6;glich&lt;/h1&gt;
&lt;p&gt;
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&lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-size: 9pt; font-family: &amp;quot;Frutiger LT 45 Light&amp;quot;;"&gt;Pl&#xE4;doyer f&#xFC;r eine freiere Wahl der Anlagestrategie&lt;/span&gt;                        &lt;/meta&gt;
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&lt;/meta&gt;
&lt;/meta&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Impressum&lt;/strong&gt;: Autor ist Dr. Roman von Ah (&lt;a id="stern-z" name="stern-z"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="#stern"&gt;Details&lt;/a&gt;) &#x2013; 1. M&#xE4;rz&#xA0; 2010. &lt;a href="/files/pdf/news/2010/100301_sr_navigator_q1_2010_freieanlagestrategiewahl.pdf" target="_blank"&gt;Download Artikel&lt;/a&gt;. Mit freundlicher Genehmigung des Autors.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;Die Senkung des BVG Mindestumwandlungssatzes erhitzt die politischen Gem&#xFC;ter landesweit. Kontinuierlich steigende Lebenserwartung bei gleichzeitig tiefen risikolosen Zinsen f&#xFC;hren zur Frage, ob der Umwandlungssatz f&#xFC;r den aktiven Teil der Bev&#xF6;lkerung noch weiter gesenkt werden muss.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Wahrheit ist Beitragsprimatzahlern zumutbar&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kein Mensch kann heute die Zukunft voraussagen, das gilt auch f&#xFC;r die Ertr&#xE4;ge an den Kapitalm&#xE4;rkten. Die zunehmende Politisierung der zweiten S&#xE4;ule f&#xFC;hrt zu kollektivem Wunschdenken und vernebelt den Blick auf die Realit&#xE4;t des Beitragsprimats bei Pensionskassen. Bei Leistungsprimatkassen sind zuk&#xFC;nftige Renten ins Verh&#xE4;ltnis zum letzten versicherten Lohn gesetzt. Das gibt dem Versicherten eine hohe Sicherheit &#xFC;ber die Rentenh&#xF6;he nach der Pensionierung und gew&#xE4;hrleistet zusammen mit der AHV die Fortf&#xFC;hrung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise. Auch Inflationseffekte sind automatisch ber&#xFC;cksichtigt. Die Finanzierung dieser Leistungen ist anspruchsvoll und kann Arbeitgeber stark belasten. Kein Wunder, dass Firmen dieses Risiko nicht wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile ist das Beitragsprimat vorherrschend. Es ist die ideale Antwort auf die Risikovermeidungsstrategie von Firmen und &#xF6;ffentlich-rechtlichen Arbeitgebern. Hier definiert bei der Pensionierung das angesparte Kapital (inklusive der Ertragsgutschriften) - und nicht Prozente vom letzten Lohn - zusammen mit dem Umwandlungssatz die Rente. Theoretisch kann ein Beitragsprimat &#xE4;hnliche Leistungen erzeugen, wie das Leistungsprimat. Praktisch ist das aber nie der Fall. W&#xE4;hrend in Leistungsprimatkassen das Risiko vor allem beim Arbeitgeber liegt, so verschiebt sich das Rentenrisiko im Beitragsprimat komplett hin zum Arbeitnehmer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;BVG Minimalzins als verstecktes Leistungsziel&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der politisch festgelegte BVG Minimalzins, allenfalls leicht erh&#xF6;ht f&#xFC;r die Kompensation von notwendigen Administrationskosten, mausert sich zunehmend zum versteckten Ertragsziel bei Pensionskassen. Die Suche nach maximaler Sicherheit ist nachvollziehbar. Vernachl&#xE4;ssigt wird, dass der Preis des Sicherheitsdenkens in der Minimierung der Leistungsziele besteht. Alle Risiken sind an den Arbeitnehmer ausgelagert, aber man gibt ihm keine bedeutenden Wahlrechte. M&#xF6;chte er mit hoher Sicherheit das minimale Leistungsziel oder mit Unsicherheit die Chance auf deutlich h&#xF6;here Renten?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rentenh&#xF6;he und Fortf&#xFC;hrung der gewohnten Lebenshaltung im Widerspruch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#xFC;r die Absch&#xE4;tzung unterschiedlicher Annahmen unterstellen wir im Folgenden einen Arbeitnehmer, welcher mit 25 Jahren anf&#xE4;ngt zu sparen (10&#x2018;000 Simulationen). Die minimalen Sparbeitr&#xE4;ge sind f&#xFC;r jeweils 10 Jahre die gesetzlichen 7%, 10% 15% und 18% des versicherten Lohnes &#xFC;ber die Gesamtlaufzeit von 40 Jahren. Der Anlageertrag entspricht dem aktuellen 10j&#xE4;hrigen Zins der Eidgenossenschaft von 2%, bei einer unterstellten Volatilit&#xE4;t von 5%. Die erwartete Arbeitslosigkeit liegt bei 3% p.a. In einem solchen Fall w&#xFC;rden keine Beitr&#xE4;ge an die berufliche Vorsorge geleistet. Unser Versicherter wurde 1945 geboren. F&#xFC;r seine Lebenserwartung im Jahr 2010 nehmen wir den mittleren Wert aus der m&#xE4;nnlichen und weiblichen Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Pensionierung von 85.3 bzw. 88.7 Jahren, also 87 Jahre (gem&#xE4;ss Bundesamt f&#xFC;r Statistik).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stimmen die Stimmberechtigen am 7. M&#xE4;rz der Reduktion des BVG-Mindestumwandlungssatzes zu, dann wird die Rentenzahlung noch 6.4% des angesparten Vorsorgeverm&#xF6;gens zum Zeitpunkt der Pensionierung ausmachen. Bei einem unterstellten Lohnwachstum unseres Versicherten von 2% wird die Rente im Mittel rund 32% des letzten Lohnes vor der Pensionierung betragen. In 99% der F&#xE4;lle wird die Rente oberhalb von 22.5% des letzten versicherten Lohnes bzw. unterhalb von 45% zu liegen kommen. Die erwartete Rente sowie die Bandbreite der Unsicherheit (Konfidenzintervall 99%) betragen bei Umwandlungss&#xE4;tzen von 6.8% (34%, 23 bis 48%) und bei 7.2% (36%, 25 bis 51%). Der Umwandlungssatz von 6.4% f&#xFC;hrt im Vergleich zu 6.8% also zu einer Rentensenkung von -6 Prozent; bei 7.2% sinken die Renten um -12%. Das sind alles andere als vernachl&#xE4;ssigbare Gr&#xF6;ssenordnungen. &lt;br /&gt;
Um attraktivere Renten auszahlen zu k&#xF6;nnen, bestehen mehrere M&#xF6;glichkeiten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#x2022;	Erh&#xF6;hung der Beitr&#xE4;ge&lt;br /&gt;
&#x2022;	Erh&#xF6;hung der Ertr&#xE4;ge, aber auch der Anlagerisiken&lt;br /&gt;
&#x2022;	Senkung der Lebenserwartung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir die Altersgutschriften auf 14, 20, 30 und 36% des versicherten Lohnes verdoppeln, dann resultiert eine erwartete Rente von 63.7% des letzten Lohnes, bei einer Unsicherheits-Bandbreite zwischen 49 und 81%. Bei einer Verdreifachung (21, 30, 45 und 54%) resultiert im Mittel 97%, innerhalb einer gesch&#xE4;tzten Bandbreite von 67 bis 135%. Erst bei einer Verdreifachung der Pensionskassensparbeitr&#xE4;ge k&#xF6;nnte eine Rente finanziert werden, welche nahezu gleich hoch ist, wie die letzte Lohnzahlung bei der Pensionierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ohne massive Erh&#xF6;hung der Pr&#xE4;mien kann die zu erwartende Rente bei einer Minimalverzinsungsstrategie praktisch nicht ver&#xE4;ndert werden. F&#xFC;r den Umwandlungssatz gilt: je h&#xF6;her umso besser. Ein anderer Weg besteht darin, h&#xF6;her verzinsliche Anlagestrategien in Betracht zu ziehen. Dadurch kann die Rentenh&#xF6;he substantiell erh&#xF6;ht werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;H&#xF6;here Toleranz f&#xFC;r Schwankungsrisiken&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir &#xFC;ber den risikofreien Zins hinaus in risikobehaftete Anlagen investieren (zB. 75% Eidgenossen 10j, Zins 2% und 25% Aktien, Risikoaufschlag 3% gg&#xFC;. risikolos), dann wird die Rente um +12% auf 36% steigen (innerhalb von 24 bis 52%). Unterstellen wir Aktienertr&#xE4;ge, welche im historischen Mittel bei 10% waren, dann wird die Rente im Vergleich zur konservativen Variante um +39% auf 44% des letzten versicherten Lohnes ausmachen (zwischen 29 und 65%).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine 50-50 (25-75) Strategie mit sehr konservativen Annahmen &#xFC;ber den langfristigen Ertrag von Aktien bringt eine Rente von 41% (46%) des letzten versicherten Lohnes, innerhalb einer Bandbreite von 16 bis 100%. Im Vergleich zur Ausgangslage entspricht dies Rentenerh&#xF6;hungen von +27% (+43%). Im optimistischen Fall von h&#xF6;heren Aktienertr&#xE4;gen wird die Rente bei einer 50-50 Strategie sogar 64% betragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Risiko der risikolosen Anlage besteht also aus dem Verzicht auf h&#xF6;her rentierliche Anlagen. Das &#x201E;Sicherheitsverhalten&#x201C; der Konsensgremien reduziert unsere Renten um 20 bis 100%.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wahl der Anlagestrategie als 6. Variable&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem k&#xFC;rzlich publizierten Comic und Fachpapier von Avenir Suisse zum Thema 2. S&#xE4;ule wurde von 5 Variablen gesprochen, welche die Finanzierung von Pensionskassen beeinflussen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1.	Beitrittsalter&lt;br /&gt;
2.	H&#xF6;he der Altersgutschriften&lt;br /&gt;
3.	Anlageertrag w&#xE4;hrend Auf- und Abbauphase&lt;br /&gt;
4.	Pensionierungsalter&lt;br /&gt;
5.	Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Pensionierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eins, zwei und vier sind gesetzlich festgelegt. Der Anlageertrag sowie die Lebenserwartung sind von Entwicklungen abh&#xE4;ngig, die der Gesetzgeber nicht beeinflussen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer die Vorsicht &#xFC;ber alles stellt und ausschliesslich risikolos investiert, der vergibt sich die M&#xF6;glichkeit, den wichtigsten Beitragszahler &#x2013; den Kapitalmarkt &#x2013; voll f&#xFC;r sich arbeiten zu lassen. Die eigenverantwortliche Wahl der Anlagestrategie stellt f&#xFC;r jeden einzelnen Versicherten die 6. Variable dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Keine Chancen ohne Risiken&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es spricht nichts dagegen, sich mit risikolosen Anlagen, welche das tiefst m&#xF6;gliche Leistungsziel beinhalten, zufrieden zu geben. Ob dadurch die Fortf&#xFC;hrung der gewohnten Lebenshaltung gew&#xE4;hrleistet werden kann, ist zunehmend fraglich. Dazu kommt, dass der Umwandlungssatz selbst nach gewonnener Abstimmung im Zeitablauf eigentlich nur noch tiefer werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beitragszahler - und nicht Konsensentscheide vom parit&#xE4;tischen Organ, mit oder ohne Unterst&#xFC;tzung von Beratern - tragen das Rentenrisiko wegen dem Kapitaldeckungsverfahren der 2. S&#xE4;ule ausschliesslich selber. Ihnen sollte die M&#xF6;glichkeit &#x2013; im Bewusstsein von Vor- und Nachteilen - gegeben werden, selber zu entscheiden, ob sie risikofrei anlegen (0% Aktien) oder auf risikobehaftete Strategien setzen, selbst wenn diese 100% Aktien beinhalten sollten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Umsetzung in Praxis w&#xE4;re einfach&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von den Vorteilen des kollektiven Sparens (professionelle Organisation, kosteng&#xFC;nstige Administration, Ausnutzung der Einkaufsmacht, Kollektivtarife) soll weiterhin profitiert werden. Die selbstverantwortliche Wahl der Anlagestrategie darf kein Tabu mehr sein. Es spricht nichts dagegen, dass autonome Pensionskassen ihren Versicherten eine Konsens-Anlagestrategie vorschlagen; da der Deckungsgrad im aktuellen Modell weitgehend eingehalten werden muss, wird sich dieser Vorschlag im Zweifel am Leistungs-Minimum orientieren. Individuen, welche verstanden haben, dass es unm&#xF6;glich ist, den Trade-off Ertrag/Risiko zu vermeiden, erhalten das Wahlrecht, effizient und kosteng&#xFC;nstig ihre eigene Anlagestrategie festzulegen. Bei einem allf&#xE4;lligen Stellenwechsel werden &#xDC;ber- aber auch Unterdeckungen (im Sinne der aktuellen Vorgehensweise bei Beitragsprimatkassen) voll weitergegeben. Das Freiz&#xFC;gigkeitsgesetz wird entsprechend angepasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im weltweiten Vergleich hat die Schweiz ein gutes Vorsorgesystem. Im Beitragsprimat ist die Fortf&#xFC;hrung der gewohnten Lebenshaltung f&#xFC;r die jungen Generationen aber zunehmend in Frage gestellt und diese tragen das Anlagerisiko f&#xFC;r sich und die Rentner erst noch selber. Die Die Suche nach der Vermeidung von Risiken ist nachvollziehbar. Allerdings werden die heute jungen Generationen zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen hohen Preis f&#xFC;r das falsch verstandene Sicherheitsdenken pr&#xE4;sentiert bekommen: ihre Rente wird keineswegs die Fortf&#xFC;hrung der gewohnten Lebenshaltung erlauben. Die Rentenl&#xFC;cke kann nur geschlossen werden, wenn eigenverantwortlich handelnde Vorsorgesparer das Recht erhalten, in h&#xF6;her verzinsliche Anlagestrategien, kosteng&#xFC;nstig und professionell verwaltet, zu investieren.&lt;/p&gt;
&lt;div id="inhaltrahmen"&gt;
&lt;p&gt;&lt;a name="stern" id="stern"&gt;&lt;/a&gt;Dr. Roman von Ah ist gesch&#xE4;ftsf&#xFC;hrender Partner der bankenunabh&#xE4;ngigen Fondsgesellschaft Swiss Rock Asset Management in Z&#xFC;rich. &lt;a href="#stern-z"&gt;Zur&#xFC;ck&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&#xA0;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:creator>von Ah Roman</dc:creator><dc:date>2010-03-01T00-00-00Z</dc:date></item></channel></rss>
